Vögel - Magazin für Vogelbeobachtung
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Mehr Geier in den Westalpen im Sommer
19.09.2017

Im August 2017 wurden in den westlichen Alpen knapp 2500 Gänsegeier gezählt.

Mitte August fand die alljährliche Synchronzählung der Gänsegeier in den westlichen Alpen statt. Insgesamt wurden an den bekannten Schlafplätzen knapp 2500 Gänsegeier gezählt – ein deutlicher Anstieg gegenüber den Vorjahreswerten. Im letzten Jahr musste die Zählung wetterbedingt entfallen, 2014 und 2015 wurden jeweils rund 1700 Gänsegeier gezählt.

Die Zählung wird seit 2010 in Kooperation verschiedener National- und Naturparke, Ornithologischer Verbände und weiterer Partner von mehreren hundert Freiwilligen durchgeführt. Das untersuchte Gebiet in den französischen Alpen reicht von der Rhone im Westen bis an die italienische Grenze und vom Mittelmeer nordwärts bis an den Genfer See.

Neben Gänsegeiern wurden in diesem Jahr auch insgesamt 10 Mönchsgeier, 14 Bartgeier sowie sechs Schmutzgeier gezählt. Bei den meisten in den Westalpen übersommernden Gänsegeiern handelt es sich um immature Nichtbrüter aus den wachsenden Brutbeständen in Spanien und Frankreich, die im Frühsommer nach Nordosten wandern und die Westalpen im September wieder räumen.

Auch in Deutschland ist sowohl im Alpenraum als auch weiter nördlich eine positive Tendenz der Geierbeobachtungen erkennbar. Immer häufiger machen Vögel aus den südlichen Brutgebieten lange Ausflüge. Alle Geier-Beobachtungen in Deutschland sollten bei den Avifaunistischen Kommissionen dokumentiert werden. Sichtungen von Gänsegeiern sammeln die Avifaunistischen Landeskommissionen, Beobachtungen der übrigen Arten sind bei der Deutschen Avifaunistischen Kommission zu melden.

 
 
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