Vögel - Magazin für Vogelbeobachtung
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Tipps zur Vogelfütterung im Winter
15.11.2017

Der Landesbund für Vogelschutz (LBV) gibt anlässlich der ersten winterlichen Phase Hinweise zur Fütterung der Vögel im Garten.

In der kalten Jahreszeit freuen sich Vögel über ein zusätzliches Nahrungsangebot. „Gerade nach frostigen Nächten suchen Meisen, Finken und Spatzen nach einfachen Futtermöglichkeiten, um ihre über Nacht verlorenen Energiereserven schnell wieder aufzustocken“, erklärt Martina Gehret vom Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV). Um den Vögeln in der kalten Jahreszeit jedoch richtig zu helfen, empfiehlt der LBV einige Punkte zu beachten. Diese helfen auch, verschiedene Vogelarten an die Futterstelle im Garten oder am Balkon zu locken. Neben artgerechtem Futter, der passenden Futterstation und Hygiene am Futterplatz, sollten Vogelfreunde aber vor allem ihre Gärten naturnah gestalten. In der kalten Jahreszeit können Naturfreunde viele Vögel durch eine Fütterung unterstützen. Die wichtigste Voraussetzung für den Erhalt einer artenreichen Vogelwelt sind aber vor allem vielfältige, naturnahe Lebensräume. „Ein naturnaher Garten und bunte Kulturlandschaften bieten vielen Vogelarten auch im Winter natürliches Futter wie Samen und Beeren“, so Gehret. Von „unordentlichen“ Gärten profitieren aber auch weitere Tiere wie der Igel, viele Insekten und andere Wirbellose (Kleintiere), die in Laubhaufen, hohlen Stängeln oder in längerem Gras überwintern.

Jede Vogelart hat ihre Vorlieben und so lassen sich mit unterschiedlichem Futter verschiedene Vögel anlocken. Mit ölhaltigen Samen wie Sonnenblumenkernen lassen sich gezielt Körnerfresser wie zum Beispiel Buchfink, Dompfaff und Stieglitz anlocken. Amseln und Rotkehlchen kann man mit Weichfutter wie Getreideflocken, Rosinen oder getrockneten Wildbeeren die harte Zeit erleichtern. Fettfutter eignet sich besonders gut für Spechte und Kleiber. Meisen, Haussperlinge und Feldsperlinge dagegen nehmen fast alles an. „Altes Brot oder Essenreste gehören hingegen nicht ins Vogelhaus, da Salz und Gewürze für die meisten Vögel unverträglich sind und ihnen schaden“, warnt Gehret.

Der LBV rät, ein besonderes Augenmerk auf die Herkunft von Sämereien zu legen. „Billige Futtermischungen sind oft mit Samen der Allergie auslösenden Pflanze Ambrosia oder Füllstoffen ohne Nährwert verunreinigt“, warnt Martina Gehret. Sehr wichtig ist auch die Hygiene am Futterplatz. Der LBV empfiehlt für die Fütterung ein Futtersilo, in dem das Futter vor Nässe, Witterungseinflüssen und Verunreinigung durch Vogelkot geschützt ist. „Wer noch ein klassisches Futterhäuschen nutzt, in dem die Vögel beim Fressen sitzen und ihren Kot hinterlassen, sollte dieses täglich ausfegen und unbedingt regelmäßig mit heißem Wasser reinigen. Ebenso darf keine Nässe ins Futterhaus eindringen, da dies die Verbreitung von Krankheitserregern fördert“, rät Gehret. Der Futterplatz sollte sich möglichst an einer übersichtlichen Stelle, etwa zwei bis fünf Meter von Gebüschen entfernt befinden, so dass die Vögel die Umgebung gut einsehen können. „Katzen können sich so schlechter anschleichen und die Vögel fühlen sich sicher, sind ruhiger und besser zu beobachten“, rät Martina Gehret.

Rezepte zum Selbermachen von Vogelfutter, viele weitere wichtige Informationen zur Fütterung, Steckbriefe der wichtigsten Vogelarten am Futterhaus und die Bestellmöglichkeit eines kostenlosen Faltblatts bietet der LBV unter www.lbv.de/fuettern.

 
 
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