Vögel - Magazin für Vogelbeobachtung
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Sandregenpfeifer ist Seevogel des Jahres 2018
16.11.2017

Der Verein Jordsand zum Schutz der Seevögel und der Natur e.V. hat den Sandregenpfeifer zum „Seevogel des Jahres 2018“ gewählt.

Der Rückgang dieses bunten Watvogels sei dramatisch, berichtet Dr. Erika Vauk-Hentzelt, amtierende Vorsitzende des Vereins Jordsand. „In unseren Schutzgebieten an Nord- und Ostsee ist die Zahl der brütenden Sandregenpfeifer in den letzten 30 Jahren auf etwa ein Drittel eingebrochen“, so die Biologin. Auf der Insel Sylt war der kleine Vogel einst besonders zahlreich vertreten. In den 1950er- und 1960er-Jahren brüteten an dem vom Verein Jordsand betreuten Rantumbecken noch 60 bis 70 Paare, heute ist er dort verschwunden. Auf der gesamten Insel zogen Anfang der 1970er-Jahre über 600 Paare ihre Jungen auf, inzwischen ist die Zahl auf höchstens 25 gesunken. Der Sandregenpfeifer zählt im Wattenmeer zu den Brutvogelarten mit den stärksten Verlusten. An der Ostsee sieht es nicht viel besser aus: In dem Jordsand-Schutzgebiet Schleimünde konnte der Vogelwart 1979 noch 40 Nester zählen, heute findet er dort gerade noch zwei bis fünf. Aktuellen Angaben zufolge gibt es deutschlandweit etwa 1000 Brutpaare, und damit hierzulande vom Aussterben bedroht.

Nach dem Austernfischer (2014), der Brandseeschwalbe (2015), dem Basstölpel (2016) und der Eisente (2017) folgt 2018 der Sandregenpfeifer. www.jordsand.de

Mehr über den bedrohten Küstenvogel lesen Sie in der nächsten Ausgabe.

    •    Sandregenpfeifer am Kiesstrand_Foto Sebastian Conradt:
Sandregenpfeifer bevorzugen Brutplätze an weitgehend vegetationslosen Sand- und Kiesstränden. Foto: Sebastian Conradt

 
 
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Goldregenpfeifer, Bild: Martin Hierck

 

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