Vögel - Magazin für Vogelbeobachtung
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Brutplatz für Mauersegler
02.05.2007

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) macht vor, wie man dem Mauersegler bei der Suche nach Brutmöglichkeiten helfen kann - am Zentrum für Umweltkommunikation (ZUK) wurde schräg gegenüber dem Haupteingang ein spezieller Nistkasten angebracht. Damit will die Organisation zeigen, wie man auch im Rahmen von Renovierungen an Gebäuden der Vogelart helfen kann.

Osnabrück. Der Mauersegler kann bis zu drei Jahre durchgehend fliegen.
Er trinkt und schläft sogar im Flug. Nur für eine wichtige Sache landet
der Vogel, der häufig mit eine Schwalbe verwechselt wird: fürs Brüten
und Aufziehen der Küken. Seine bevorzugten Nistplätze sind Löcher in
Wänden oder Dachböden. Mit jeder Renovierung geht dem Mauersegler so
also ein Nistplatz verloren. "Aber natürlich muss niemand dem Vogel zu
Liebe auf die Sanierung verzichten. Schließlich spart man damit
Heizkosten und schont die Umwelt,“ erklärt Franz-Georg Elpers,
Pressesprecher der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Deshalb hat
die DBU jetzt am Zentrum für Umweltkommunikation (ZUK) einen Nistkasten
für den Vogel angebracht - schräg über dem Haupteingang.
"Mauersegler sind traditionell, sie brüten normalerweise jedes Jahr an
derselben Stelle. Deshalb ist es für den Vogel besonders schwer, wenn er
im Mai aus dem Süden Afrikas zurück kommt und die Brutnische verputzt
wurde,“ so Biologe Uwe Fuellhaas vom ZUK. In vielen Städten bekämen
die schneller Segler deshalb Probleme und pflanzten sich viel seltener
fort. Am ZUK könne der Mauersegler jetzt in einem speziellen Nistkasten
seine Jungen aufziehen. Mit Lockrufen von einer CD werde versucht,
junge, in der Brutplatzwahl noch unentschlossene, Mauersegler
anzulocken.
Der Mauersegler könne mit einigen Superlativen aufwarten, so Fuellhaas.
Er lege jedes Jahr rund 200.000 Kilometer zurück und könne dabei bis zu
200 Stundenkilometer schnell werden. Nach der beschützten Zeit im Nest
machten es die Jungvögel ihren Eltern schnell nach: schon die ersten
Flüge dauerten häufig tage- oder wochenlang. Für den Menschen haben
diese geselligen Sommerboten als *Mitbewohner“ außerdem einen Vorteil:
Die Fassaden würden nicht beschmutzt, denn im Gegensatz zu anderen
Vögeln machten sie kaum Dreck.

 
 
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