Akzeptieren

Wir verwenden Cookies um verschiedene Servicedienste anzubieten und diese laufend für Sie zu verbessern. Informationen dazu finden Sie in der Datenschutzerklärung.

Mit der Nutzung unserer Internetseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden.

Vögel - Magazin für Vogelbeobachtung
Nachrichten
Besserer Gewässerschutz in Bayern
02.07.2018

Bayerische Naturschutzverbände fordern einen echten Mehrwert für die Umwelt bei der Förderung der Landwirtschaft – Gewässerschutz und Artenvielfalt müssen das Ziel der Agrarpolitik sein.

Der Europäische Gerichtshof hat Deutschland wegen Verletzung von EU-Recht verurteilt, weil die Bundesregierung zu wenig gegen Nitrat im Grundwasser unternommen hat. Als Hauptursache für die Überschreitung der Grenzwerte wird der zu hohe Einsatz von Düngemitteln in der Landwirtschaft genannt. „Wir brauchen eine effektive und ressourcenschonende Landwirtschaft zur Erzeugung unserer Lebensmittel. Gleichzeitig aber müssen Biodiversität und Schutz der Natur stärker in den Fokus rücken und Beachtung finden,“ so Prof. Dr. Jürgen Vocke, Präsident des Bayerischen Jagdverbands. „Das heißt, wir brauchen neben den intensiv genutzten Feldern und Wiesen vermehrt Flächen zur Steigerung der Biodiversität und dafür muss es eine entsprechende Unterstützung für die Landwirte geben. Das Signal des EuGH ist deutlich und fordert uns alle auf, tätig zu werden.“

Das EuGH-Urteil zeigt klar, dass die Landwirtschaft zukünftig andere Perspektiven braucht. „Der Wert von Umweltdienstleistungen wie sauberem Wasser ist nicht verhandelbar, das macht das Urteil deutlich. Unsere bayerischen Bauern könnten unter den richtigen Rahmenbedingungen als Naturschutz-Dienstleister einen wertvollen Beitrag für sauberes Wasser und artenreiche Kulturlandschaften leisten“, so Prof. Albert Göttle, Präsident des Landesfischereiverband Bayern. Neue Ideen für ein erfolgreiches Miteinander Bereits im April haben der LBV (Landesbund für Vogelschutz), der Bayerische Jagdverband (BJV) und der Landesfischereiverband Bayern (LFV) auf einer gemeinsamen Veranstaltung in Brüssel gefordert, dass die Europäische Agrarpolitik die Landwirte finanziell in die Lage versetzen muss, gesunde Lebensmittel zu produzieren und gleichzeitig biologische Vielfalt, sauberes Grundwasser, gesunde Böden und lebendige Gewässer zu erzeugen. „Wichtig ist, dass die vielfältigen ökologischen Dienstleistungen zum festen Bestandteil der guten fachlichen Praxis in der Landwirtschaft werden“, erklärt Dr. Norbert Schäffer, Vorsitzender des LBV. „Wir wollen die Gelder für die Landwirte nicht kürzen, sondern wir wollen sie zielgerichteter ausgeben.“

Für eine gewässerverträglichere Düngepraxis kann nach Ansicht der drei Verbände auch in Bayern einiges getan werden: So müssten im bayerischen Kulturlandschaftsprogramm KULAP freiwillige Düngebeschränkungen und die bodenschonende Bewirtschaftung künftig noch besser gefördert werden, um den Umstieg auf eine ressourcenschonende Bewirtschaftung noch attraktiver zu machen. Wichtig ist für die bayerischen Naturschutzverbände, die Landwirte mit ins Boot zu holen. BJV-Präsident Prof. Vocke: „Ohne die Bauern geht es nicht, deshalb sollen die Fördermittel gezielt und ausreichend so ausgegeben werden, dass die Landwirte von der Sicherung der biologischen Vielfalt und dem Gewässerschutz auch leben können.“

 
 
zurück zur Übersicht
 

 

Aktuelles Heft

Inhalt Bestellung
Online im aktuellen Heft bl�ttern

vögel auf facebook und twitter


Vögel - Der Online-SHOP


Bild des Monats

Lachmwe, Bild: Martin Hierck

 

   © 2018 dwj Verlags-GmbH    Impressum   Datenschutz   Verlag   |   Produktion: www.querformat.info