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Vögel - Magazin für Vogelbeobachtung
Nachrichten
Bedrohte Wiesenvögel
18.12.2018

Der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) weist auf die dramatische Lage einer ganzen Reihe von Wiesenvogelarten hin.

Die letzten bayerischen Wiesenvogelarten kämpfen um ihr Überleben. Bereits jetzt sind sieben Arten akut vom Aussterben bedroht, darunter der Große Brachvogel, das Braunkehlchen und die Bekassine. Auch der Wachtelkönig und der Kiebitz sind als Wiesenbrüter stark gefährdet und auf der Roten Liste geführt. Der Grund für ihr schleichendes Aussterben ist menschengemacht: Der LBV führt das auf den Klimawandel und die intensive Landwirtschaft zurück, deshalb werde es immer schwieriger, Feucht- und Nasswiesen, den Lebensraum der Vögel, zu erhalten. „In trockenen Jahren, wie aktuell in 2018, fehlt es schlichtweg an ausreichend Wasser, um die für Wiesenbrüter erforderlichen Lebensbedingungen zu sichern“, sagt von Lindeiner, LBV-Artenschutzreferent.

Um das Aussterben der Wiesenbrüter in Bayern zu verhindern, muss als vordringliche Maßnahme der Wasserhaushalt verbessert werden. Zu diesem Ergebnis kam auch ein aktueller Workshop von Experten des LBV und des Landesamts für Umwelt (LfU). Der LBV fordert deshalb die zuständigen Wasserwirtschaftsämter auf, in Absprache mit Naturschutz und Landwirten, in Wiesenbrütergebieten Flachwasserbereiche und einen ausreichend hohen Grundwasserstand unter allen Umständen zu erhalten. „Nicht nur die Wiesenbrüter profitieren von einem ausreichenden Wasserstand. In vielen Gebieten beklagen sich Landwirte bereits darüber, dass sie kaum noch Heu auf den zu trockenen Flächen ernten können“, sagt der LBV-Artenschutzreferent. Ein abgestimmtes Wassermanagement hilft also nicht nur den Wiesenbrütern, sondern auch den Bauern.

Für Wiesenbrüter sind Nassflächen äußerst wichtig. Dort finden sie Nahrung, kommunizieren miteinander und können sich putzen“. Die Wiederherstellung und der Erhalt von feuchten Flächen zur langfristigen Bestandssicherung ist darum unbedingt erforderlich. Mögliche Maßnahmen für eine notwendige Erhöhung der Bodenfeuchte sind zum Beispiel die Anhebung des Grundwasserspiegels oder eine periodische Überflutung der entsprechenden Gebiete. Auch die Anlage von wechselfeuchten Mulden kann die Attraktivität des Lebensraums für Wiesenbrüter unterstützen.

 
 
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