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Vögel - Magazin für Vogelbeobachtung
Nachrichten
Stadtplanung und wilde Tiere
10.01.2019

Stadtplanung aus Sicht der Tiere: Es geht um Naturlebensräume, die bei ständig wachsenden Städten immer begrenzter werden. Ein Kolloquium befasst sich mit diesem Thema.

Biene, Igel, Nachtigall & Co. – Ideengeber fuer Architekten und Landschaftsgärtner

Wie sehen unsere Stadtquartiere in der Zukunft aus? Darauf suchen Experten gemeinsam mit Buergern Antworten am 22.02.2019 um 18 Uhr im VHS-Forum. HonigConnection und das Haus der Architektur gestalten diesen Dialog mit einem Fokus auf die Wild- und die Honigbienen, aber auch Fledermäuse, Spatzen, Eidechsen und andere Tiere spielen wichtige Rollen. Impulse geben die beiden Stadtplaner Thomas Hauck und Wolfgang Weisser sowie der Landschaftsarchitekt Cassian Schmidt und Macher der Stadt Köln, des Erzbistums und desLandschaftsverband Rheinland. Oberbuergermeisterin Henriette Reker eröffnet dieVeranstaltung.

Wenn Städte wachsen, verschwinden Gruenflaechen und Brachen. Um neuen Wohn- und Arbeitsraum zu gewinnen, vernichten wir angestammte Lebensräume von Tieren. Dabei geht es auch anders: gute Lebensqualität fuer uns und wertvolle Habitate fuer Insekten, Vögel, Reptilien und Säugetiere muessen sich nicht ausschließen. „Anregungen zu neuen Sichtweisen auf Architektur und Landschaft kommen ja von den wilden Tieren selbst, wie den Bienen in der Stadt. Und zwar indem wir sie beobachten“, sagen Iris Pinkepank und Stephanie Breil von der HonigConnection. Einfacher formuliert: Wilde Tiere auf Augenhöhe mit Architekten und Landschaftsgärtnern. Das hat die beiden Bienenaktivistinnen motiviert, sich näher mit Konzepten wie „Erlebniswirksame Bepflanzung“ undAnimal Aided Design“ zu beschäftigen. Was soviel bedeutet, wie Stadtplanung aus der Sicht der Tiere.

Animal Aided Design ist dort am stärksten, wo Mensch und Tier gemeinsame Interessen und

Beduerfnisse haben. Thomas Hauck leitet an der Universität Kassel das Fachgebiet Freiraumplanung. Er gibt dazu Beispiele: „Wie erhalten wir bei einer Fassadendämmung Nistplätze fuer den Haussperling oder legen neue an? An welchen Wänden finden Wildbienen Habitate, Fledermäuse ihre Schlafplätze? Welche Gruenanlagen sichern ihr Nahrungsangebot?“ Hauck hat gemeinsam mit Wolfgang Weisser von der Technischen Universität München – TUM den Forschungsansatz „Animal Aided Design“ entwickelt. 

Eine wichtige Rolle spielen Bluehwiesen, vielfältige Rabatten, Bäume, Sträucher genauso wie

Sandbadeplätze, Totholz-, Laub- und Steinhaufen. Auf die Vielfalt in der Stadt setzt auch CassianSchmidt, Professor an der Hochschule Geisenheim. Als Landschaftsarchitekt entwickelt erspektakuläre Staudenkonzepte fuer das private und öffentliche Gruen. „Bepflanzungen muessen den klimatischen und Umweltbedingungen gewachsen und kostenguenstig sein und sich selbst erhalten. Aber sie muessen auch unseren Augen etwas bieten und den Tieren Lebensraum und Nahrung spenden“, erklärt Schmidt, einer der zurzeit kreativsten deutschen Landschaftsplaner und renommiertesten Vertreter des New German Style. Er leitet den Schau- und Sichtungsgarten Hermannshof und hat einige Dutzend Staudenmischungen für unterschiedliche Standorte zusammengestellt. Er ist ueberzeugt: „Gärten sind die letzten Oasen der Natur.“

Erstaunlich ist, dass bereits ca. 40 der 90 Säugetierarten, die in Deutschland heimisch sind, in

urbanen Lebensräumen vorkommen. Fuer die Bienen, sind die Städte sogar schon Rueckzugsgebiete geworden. Das weiß auch Dr. Bauer, stellvertretender Leiter des Guenfl.chenamts der Stadt Köln:  Auch Tobias Welz, Leiter des Umweltmanagements des Erzbistum Köln, sind die Herausforderungen von Klimawandel und Artenschutz vertraut. Der LVR geht einen besonderen Weg. Er konzentriert seinen Einsatz fuer die Artenvielfalt unter dem LeitzsatzBienenfreundlicher LVR“ konkret auf Wild- und Honigbienen.

Die Veranstaltung reißt das Thema „Stadtplanung und Artenvielfalt“ mit zwei zukunftsweisenden

Impulsvorträgen von Hauck und Weisser sowie Schmidt auf mit Beispielen u.a. aus New York, London, Berlin und Muenchen. Dann geben Kölner Akteure Einblicke in bestehende und geplante lokale Stadtraum-Konzepte. Abschließend werden die Ergebnisse in einer Podiumsdiskussion mit Publikumsbeteiligung zusammengefasst. Nicht zuletzt geht es um Antworten auf die Frage: Wie sehen unsere Stadtquartiere in der Zukunft aus?

 
 
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