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Vögel - Magazin für Vogelbeobachtung
Nachrichten
Wiederansiedlung des Habichtskauzes
25.02.2019

Das Habichtskauz-Wiederansiedelungsprojekt des Vereins für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern (VLAB) ist bisher offensichtlich erfolgreich.

Im Jahre 2017 startete das deutschlandweit einmalige Habichtskauz-Wiederansiedelungsprojekt des Vereins für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern (VLAB). Auch dieses Jahr sollen wieder zahlreiche Jungeulen ausgewildert werden. 2018 wurde ein erstes Revier der seltenen Tiere bestätigt.

Mit der geplanten Auswilderung von bis zu zwanzig Jungeulen geht das erfolgreiche VLAB-Habichtskauz-Wiederansiedelungsprojekt heuer in sein drittes Jahr. “Die genaue Zahl der Tiere hängt natürlich vom Bruterfolg und der Mortalitätsrate während der Nestlingsphase ab”, sagte Johannes Bradtka, Vorsitzender des Vereins für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern (VLAB). Seit dem Start des deutschlandweit einmaligen Artenschutzprojektes im Jahre 2017 wurden bereits 11 Tiere ausgewildert. Ein Jungkauz wurde leider tot aufgefunden - er kam wohl bei einer Kollision mit einem Kraftfahrzeug ums Leben. “Wir hoffen, dass in einigen Jahren eine stabile kleine Population von Habichtskäuzen in Nordostbayern entstehen wird.” Zentrum des Projektes sind der Steinwald, das südliche Fichtelgebirge und der Oberpfälzer Wald.

Die fünf im vergangenen Jahr ausgewilderten Käuze kamen aus Nachzuchten des Tierparks Gotha in Thüringen, dem Opel-Zoo in Kronberg im Taunus, der Greifvogelstation Hellenthal in der Eifel sowie dem Greifvogelpark Grafenwiesen im Bayerischen Wald. Bevor die Jungeulen in die Freiheit entlassen werden, müssen sie sich rund vier Wochen in speziellen Auswilderungsvolieren eingewöhnen. Von diesen aufwändig gebauten Gehegen - die Tiere dürfen bei der Fütterung und Reinigungsarbeiten nicht in zu engen Kontakt mit Menschen kommen - stehen im Projektgebiet insgesamt vier zur Verfügung.

Zusätzlich zu den bereits installierten rund 130 Brutkästen sollen dieses Jahr weitere 20 Kästen an dafür geeigneten Bäumen im Auswilderunsgebiet aufgehängt werden. Außerdem ist geplant, weitere natürliche Brutmöglichkeiten für die Habichtskäuze durch Kappung von Bäumen zu schaffen. Damit die Tiere besser auf Beutefang gehen können, wird das schon bestehende Netz kleinerer Offenflächen erweitert. “Diese Offenflächen sowie Hochstümpfe und stehendes Totholz verbessern auch die Lebensbedingungen vieler weiterer Artengruppen - anderer Vögel, Insekten, Reptilien, Kleinsäuger sowie von Pilzen, Moosen und Flechten”, sagte Bradtka. “Der Habichtskauz ist somit eine wichtige Leitart für naturnah bewirtschaftete Mittelgebirgswälder und intakte montane Kulturlandschaften.”

Verein für Landschaftspflege und Schlossstraße 104, 92681 Erbendorf Für fachliche Rückfragen: Artenschutz in Bayern e.V. (VLAB) Telefon: 09682 1831680 J. Bradtka 09682-1831680 Registergericht Weiden i.d.OPf. E-Mail: info@landschaft-artenschutz.de Registernummer VR 200 146 Internet: www.landschaft-artenschutz.de

 
 
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