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Vögel - Magazin für Vogelbeobachtung
Nachrichten
Erste Bayerische Gebäudebrüterberaterin
11.04.2019

Die Stadt Erlangen ernennt Eveline Schmidt zur Gebäudebrüterberaterin. Sie vertritt künftig das Erlanger Umweltamt bei Gebäudebrüterfragen. Eveline Schmidt ist beim Landesbund für Vogelschutz in Bayern aktiv.

Als Dank für ihre herausragende Arbeit beim Gebäudebrüterschutz hat die Stadt Erlangen der LBV-Aktiven Eveline Schmidt den Ehrenamtstitel „Gebäudebrüterberaterin der Stadt Erlangen“ verliehen. Zum ersten Mal überhaupt hat eine bayerische Stadt diese Auszeichnung vergeben. In ihrer neuen Funktion wird Eveline Schmidt das Erlanger Umweltamt zukünftig offiziell bei Ortsterminen und Besprechungen beim Thema Gebäudebrüterschutz vertreten. Schon seit 2008 legt die LBV-Kreisgruppe Erlangen/Höchstadt einen Schwerpunkt auf diesen Naturschutzaspekt. So konnten seither zusammen mit dem Umweltamt Erlangen zahlreiche erfolgreiche Projekte umgesetzt werden, die sich dem Schutz von gebäudebrütenden Arten wie Rauch- und Mehlschwalbe widmen. 

 Eveline Schmidt ist es zu verdanken, dass die Belange von gebäudebrütenden Arten in Erlangen besser berücksichtigt werden können als anderswo. Seit vielen Jahren kartiert sie die Nistplätze von Mauerseglern und Mehlschwalben in der Stadt. Ihre Ergebnisse stellt sie auf der Homepage www.gebauedebrueter-erlangen.de frei zur Verfügung. Damit kann „das Umweltamt auf eine immer aktuelle – wenn auch nicht abschließende – Datengrundlage zurückgreifen“, so die Erlanger Bürgermeisterin Susanne Lender-Cassens. „Frau Schmidt kennt jedes einzelne bewohnte, noch so kleine Loch und jede bewohnte Spalte an Erlanger Gebäuden und dank ihres Engagements blieben bereits vielen Bauträgern erhebliche Kosten, Kartieraufwand sowie Rechtsverstöße erspart“.

Die Begeisterung Schmidts für Gebäudebrüter wie Schwalben, Mauersegler und Spatzen hat sich mittlerweile nicht nur auf das Umweltamt der Stadt Erlangen übertragen, sondern auch auf den Stadtrat. Bereits seit über zwei Jahren wird bei sämtlichen Maßnahmen an städtischen Gebäuden der Gebäudebrüterschutz genau beachtet. Von der Kontrolle auf vorhandene Nistplätze bis hin zur Schaffung neuer Nistplätze nach einer Sanierung oder auch bei Neubauten – alles wird von Planungsbeginn auch finanziell eingeplant.

 Hintergrund

Viele Vogelarten, wie zum Beispiel Schwalben, Mauersegler und Haussperlinge, aber auch andere Tierarten, wie die Fledermaus, sind zunehmend auf Gebäude als Nist- und Brutplätze angewiesen. Damit sind die tierischen Untermieter auch von der Akzeptanz der menschlichen Bewohner und Eigentümer abhängig. Moderne Baustile, Fassadensanierungen und Dämmungen erschweren die Suche nach geeigneten Nistplätzen. Häufig werden vorhandene Nester abgeschlagen oder verschlossen, dabei sind alle Gebäudebrüter sowie ihre Lebensstätten und damit auch die Nester gesetzlich durch das Bundesnaturschutzgesetz geschützt.

 
 
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