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Vögel - Magazin für Vogelbeobachtung
Nachrichten
Stunde der Gartenvögel - Zwischenergebnis
13.05.2019

Der Landesbund für Vogelschutz hat ein erstes Zwischenergebnis der diesjährigen Aktion „Stunde der Gartenvögel" veröffentlicht. Die Amsel verlor einige Plätze.

Nach dem Eingang von bereits mehr als einem Viertel der bayerischen Meldungen steuert die „Stunde der Gartenvögel“ in diesem Jahr auf eine neue Rekordteilnahme zu. Ein erstes Zwischenfazit der bayerischen Vogel-Charts zeigt: Die Anzahl der beobachteten Vögel hat sich im Vergleich zum letzten Jahr immerhin nicht noch weiter verringert und bleibt somit auf dem weiterhin zu niedrigen Niveau der Vorjahre. „Zu den großen Verlierern zählt in diesem Jahr vor allem die Amsel, die zum ersten Mal nicht der am zweithäufigsten beobachtete Gartenvogel in Bayern ist. Auf der anderen Seite fliegt das Rotkehlchen auf ein historisch gutes Ergebnis zu“, erklärt Martina Gehret, Citizen-Science-Beauftragte des LBV. Teilnehmende können dem LBV ihre Beobachtungen vom Wochenende noch bis zum 20. Mai per Post, Fax oder online mitteilen unter www.stunde-der-gartenvoegel.lbv.de

 

Parallel zum steigenden Bewusstsein der Bevölkerung für den Artenschutz in Bayern, beteiligen sich in diesem Jahr noch mehr Naturfreunde an der beliebten LBV-Mitmachaktion als bisher. „Viele Menschen, die durch das erfolgreiche Volksbegehren für mehr Artenvielfalt auf die bedrohliche Situation der Natur im Freistaat aufmerksam geworden sind, scheinen sich jetzt auch zu den zahlreichen begeisterten Vogelfreunden der vergangenen Jahre zu gesellen“, freut sich LBV-Sprecher Markus Erlwein über die sehr gute Beteiligung.

In den vergangenen Jahren der Mitmachaktion hatte die Amsel den zweiten Platz abonniert. Auch wenn sie noch in nahezu jedem Garten beobachtet wird, so ist die Anzahl der Amseln in diesem Jahr zurückgegangen. Derzeit ist sie sogar auf die vierte Position abgerutscht. „Hauptverantwortlich für den Rückgang dürfte die Dürre 2018 und der damit verbundene schlechte Bruterfolg sein, da die Vögel im trockenen Boden nicht mehr genügend Regenwürmer für die Aufzucht ihrer Jungen finden konnten. In manchen Regionen kam der für Amseln tödliche so genannte Usutu-Virus noch hinzu, der im Vorjahr im Freistaat in einigen Gebieten nachgewiesen wurde“, so Martina Gehret.

 Der häufigste Gartenvogel in Bayern ist zwar immer noch der Haussperling (1.), was jedoch nicht bedeutet, dass es dem Spatzen im Freistaat bessergeht. Er kommt schon seit einigen Jahren nur noch in zwei Drittel der bayerischen Gärten vor. Aufgrund des Rückgangs der Amsel ist der Feldsperling (2.) nun sogar auf den zweiten Platz vorgerutscht. Der Verwandte des Spatzen findet auf den ausgeräumten Feldern nicht mehr genügend Nahrung und kommt deshalb vermehrt in den Siedlungsraum. Vor sechs Jahren lediglich in jedem fünften Garten zu sehen, wird der Feldsperling jetzt schon in jedem zweiten Garten beobachtet. Derzeit liegt der Star (3.) als Dritter sogar noch knapp vor der Amsel (4.). Auf Rang fünf folgt wie schon im Vorjahr die Kohlmeise (5.)

 
 
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