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Vögel - Magazin für Vogelbeobachtung
Nachrichten
Vogelschutz in Graubünden
16.06.2020

Die Schweizerische Vogelwarte verstärkt deshalb ihr Engagement für den Vogelschutz in Graubünden mit der Gründung einer neuen Außenstelle.

Sempach. – Mit seiner Größe und seiner landschaftlichen Vielfalt bietet der Kanton Graubünden unzähligen Vogelarten Heimat. Zahlreiche Brutvögel, welche durch menschliche Aktivitäten aus dem Schweizer Mittelland verdrängt wurden, finden hier noch intakte Lebensräume. Zu ihnen gehören Wiesenbrüter wie das Braunkehlchen oder Auenbewohner wie der Flussuferläufer. Besonders wichtig ist der Bergkanton ausserdem für alpine Vögel wie das Alpenschneehuhn und den Schneesperling.

Das Engagement der Schweizerischen Vogelwarte für den Vogelschutz im Engadin reicht bis in die 1980er-Jahre zurück. In den vergangenen Jahren setzte sie sich bei Revitalisierungen von Fliessgewässern für die Anliegen der Vögel ein und verstärkte die Zusammenarbeit mit den Regionalen Naturpärken im Wiesenbrüterschutz. Dabei arbeitete die Vogelwarte im gesamten Kanton eng mit Behörden, Naturschutzorganisationen, Ökobüros und weiteren Partnerorganisationen zusammen.

Zur weiteren Stärkung des Vogelschutzes in der Region hat die Vogelwarte nun in Chur eine Außenstelle gegründet. „Wir möchten in diesem für die einheimische Vogelwelt besonders interessanten und bedeutenden Kanton wichtige Vogelschutzanliegen voranbringen“, erklärt Roman Graf, der in Sempach für die Leitung der Aussenstelle zuständig ist. „Dabei setzen wir auf eine Zusammenarbeit mit Behörden und Partnerorganisationen.“ Weiter ermöglicht es eine Aussenstelle, den Kontakt zu den zahlreichen freiwilligen Mitarbeitenden zu verstärken. Die Schweizerische Vogelwarte verfügt auch im Wallis (Sion) und im Tessin (Contone) über Aussenstellen.

Der Kanton Graubünden beherbergt aktuell mehr als die Hälfte des Schweizer Bestands des stark gefährdeten Flussuferläufers. Die Art kann von Revitalisierungen an grösseren Flüssen profitieren. Voraussetzung ist die Schaffung störungsarmer Räume durch Besucherlenkung.

Seit den Siebzigerjahren wurde das Braunkehlchen nach und nach aus dem Schweizer Mittelland verdrängt. In der Surselva und im Unterengadin brüten noch heute viele Paare dieses Wiesenbrüters. Wenig intensiv genutzten Wiesen, wie hier in Tschlin, gilt es durch schonende Nutzung zu erhalten, wenn das Braunkehlchen und zahlreiche weitere Arten in der Schweiz langfristig überleben sollen.

 
 
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