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Vögel - Magazin für Vogelbeobachtung
Nachrichten
Wildbienen jetzt unterstützen
17.03.2021

Auch wenn es an manchen Tagen noch recht kühl ist, sind bereits im März die ersten Wildbienen unterwegs. Mit einer Nisthilfe kann man einige dieser Wildbienenarten dabei unterstützen, ihre Eier abzulegen.

„Die meisten Insektenhotels aus Baumärkten sind leider eher dekorativ als artgerecht und werden von den Insekten nicht angenommen“, sagt die LBV-Umweltbildungsreferentin Sabine Michael. Deshalb baut man am besten selbst ein Insektenhotel und stellt es im eigenen Garten auf. Als Brutröhren für Wildbienen können zum Beispiel Staudenknöterich oder im Baumarkt erhältlicher Bambus dienen. „Diese Röhren werden auf eine Länge von 10 bis 15 cm gekürzt. Dabei sollten die vorkommenden Knoten das Ende der Röhrchen von hinten verschließen, damit die Brutkammern nach hinten hin bereits sicher verschlossen sind“, erklärt Michael weiter.
Auch Hartholz ist als Material für ein Wildbienenhotel gut geeignet. Die Brutgänge sollten hierbei immer in Längsrichtung gebohrt werden, um Risse und das Aufquellen von Splinten zu vermeiden. „Die Bohrungen müssen absolut sauber und sehr sorgfältig geglättet sein. Wildbienen nehmen sie sonst nicht an, weil sie sich ihre Flügel verletzen
würden“, sagt Sabine Michael. Unterschiedlich breite Löcher werden von verschiedenen
Wildbienenarten angenommen. Das fertige Wildbienenhotel sollte an einen sonnigen,
wettergeschützten Platz aufgestellt werden, an dem man auch den Einzug der ersten
Wildbienen miterleben kann. „Besonders spannend ist es, die einzeln lebenden Bienen
bei ihrer Arbeit zu beobachten. Das ist gefahrlos möglich, denn Wildbienen stechen nicht“,
erklärt die Umweltbildungsreferentin.
Derartige Insektenhotels bieten allerdings nur rund 30 der über 550 in Deutschland
vorkommenden Arten einen Platz für die Brut. Der Großteil der Wildbienen brütet in
unbewachsene Sandflächen. „Mit offenen Sandstellen oder einer kleinen Sandkiste im
Garten schafft man auch für diese Arten einen wertvollen Lebensraum“, sagt Sabine
Michael. Auch eine regelmäßig gereinigte Wasserquelle im eigenen Garten unterstützt die
kleinen Sechsbeiner. „Aufgrund der Klimakrise hatten wir einige sehr trockene und heiße
Sommer und auch die Insekten haben unter dem Wassermangel gelitten“, berichtet
Sabine Michael. Eine flache Schale mit täglich frischem Wasser sowie Steinen, leeren
Schneckenhäusern oder Moos, auf dem die Insekten landen können, kann hier Abhilfe

schaffen.
Weitere Informationen und Bauanleitungen unter www.naturschwaermer.lbv.de.


Challenge Insektengarten
Die LBV „Naturschwärmer“ rufen alle Gartenbesitzer*innen dazu auf, ihre
insektenfreundliche Gartengestaltung im Rahmen einer Challenge mit anderen zu teilen.
„Alle Interessierten können Fotos ihres Insektengarten machen und diese auf unserer
Webseite oder auf Instagram unter #insektengarten veröffentlichen. So werden andere
inspiriert, ebenfalls aktiv zu werden“, sagt die Umweltbildungsreferentin.


 
 
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