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Vögel - Magazin für Vogelbeobachtung
Nachrichten
Verschollener, besenderter Brachvogel in Bayern wiederentdeckt
01.04.2021

Vor einem Jahr verschwand ein vom LBV besenderter Großer Brachvögel auf seinem Rückflug aus Südspanien. Laut den Senderdaten vermuteten die Artenschützer*innen, dass der Vogel gewildert worden sei. Nun gibt es ein unerwartetes Wiedersehen mit dem Weibchen namens „Schnepfingerin“.

Der tot geglaubte Vogel wurde am 8. März ohne Sender unversehrt in seinem Brutgebiet bei Dingolfing-Landau fotografiert und konnte dank einer gut erkennbaren Ringnummer eindeutig identifiziert werden.

 

Im Frühjahr vergangenen Jahres gab es eindeutige Indizien, dass der besenderte große Brachvogel während seines Rückfluges von Spanien in das beheimatete Brutgebiet gewildert wurde. „Am 19. März 2020 hat der Vogel laut Senderdaten seine Flugroute abrupt verlassen. Die Bewegungen endeten am Rande eines kleinen spanischen Dorfes nahe der Pyrenäen. Von dort aus übermittelte der Sender weiter seine Daten, allerdings ohne sich zu bewegen“, berichtet Verena Auernhammer. Die Auswertung der Bewegungsmuster hat ein völlig unnatürliches Verhalten in den letzten Stunden gezeigt, bevor der Sender zum Stillstand kam. „Durch die plötzlich entgegengesetzte Richtung und dem Erliegen des Senders in einem bebauten Grundstück gingen wir von einem unnatürlichen Tod aus“, so die LBV-Projektleiterin. 

 

Nun bereitet sich die „Schnepfingerin“ zusammen mit ihrem Partner, wie die anderen Brachvögel, auf die bevorstehende Brutsaison vor. „Unsere Brachvögel haben einen sehr aufreibenden Flug hinter und eine anstrengende Brutsaison vor sich. Das Wichtigste für diese vom Aussterben bedrohte Vogelart ist jetzt Ruhe und Rücksicht“, sagt die LBV-Projektleiterin. Jede*r kann seinen Teil zum Erhalt der Wiesenbrüter beitragen, indem man die Brutgebiete bis Juni nicht betritt, auf den öffentlichen Wegen bleibt, ausgewiesenen Beobachtungsmöglichkeiten nutzt und vor allem Hunde an die Leine nimmt. „Jegliche Störung in den Brutgebieten ist zu vermeiden, damit die Erfolgsgeschichte der bedrohten Brachvögel weitergehen kann“, so Auernhammer.


Mehr dazu unter:

www.lbv.de



 
 
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