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Vögel - Magazin für Vogelbeobachtung
Nachrichten
DDA legt Monitoringbericht zur Situation des Rebhuhns vor
30.06.2022

Pünktlich zur Balzzeit der Rebhähne startete im Frühjahr der erste Durchlauf des Projekts „Rebhuhn retten – Vielfalt fördern!“ des Dachverband Deutscher Avifaunisten. Die Ergebnisse liegen nun vor.

Die Bestände des Rebhuhns, früher ein häufiger Vogel unserer Agrarlandschaft, sind europaweit seit 1980 um 94 Prozent zurückgegangen. Um dem Rebhuhn unter die Flügel zu greifen, haben sich der Dachverband Deutscher Avifaunisten, der Deutsche Verband für Landschaftspflege und die Abteilung Naturschutzbiologie der Georg-August-Universität Göttingen im April 2021 in einem zweijährigen, im Bundesprogramm für Biologische Vielfalt durchgeführten Verbundprojekt zusammengeschlossen. Durch Lebensraumaufwertung soll der Rebhuhnbestand dauerhaft auf das Niveau sich selbst tragender Populationen erhöht werden. Weitere Arten der Agrarlandschaft, wie Insekten, Feldhasen und Feldvögel, sollen von den geplanten Schutzmaßnahmen ebenfalls profitieren. Dazu wurden besonders geeignete Projektgebiete in unterschiedlichen Naturräumen Deutschlands durch ein Bewerbungsverfahren ausgewählt und für die geplante Maßnahmenumsetzung im sechsjährigen Folgeprojekt vorbereitet.

Im Februar und März 2022 fand erstmals ein standardisiertes Rebhuhnmonitoring innerhalb der Projektgebiete statt. Die Erfassungsmethode deckt sich mit der des ebenfalls neu angelaufenen Rebhuhnmoduls im Monitorings seltener Brutvögel.

Dank der überwältigenden Mithilfe von über 500 Ehrenamtler*Innen und der guten Zusammenarbeit aller Projektpartner wurden sämtliche Zielvorstellungen sogar übertroffen. Bereits Dreiviertel der über 2000 geplanten Zählrouten wurden methodenkonform untersucht und somit eine Fläche von über 1300 km² auf Rebhuhnvorkommen überprüft. Dabei konnten  über 2300 Nachweise, meist rufende Rebhähne, erfasst werden. Die Rebhuhndichten zwischen den Projektgebieten variierten mit 0,1 bis 3,5 Nachweisen pro 100 Hektar stark. Die höchsten Dichten konnten im Wendland sowie im Projektgebiet Wetterau und Gießener Land festgestellt werden. Im Schnitt ergab sich eine Dichte von 1,77 Rebhühnern pro 100 ha. Auf 57 % der Routen wurden die Kartierer*Innen mit einer oder mehreren Sichtungen belohnt. Durchschnittlich gelangen 1,5 Rebhuhn-Nachweise pro Zählroute. Der Rekord lag bei 14 Rebhühnern auf einer einzelnen 1,2 km langen Strecke.

Weitere Informationen unter:
www.dda-web.de

 
 
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