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Vögel - Magazin für Vogelbeobachtung
Nachrichten
Neue Rote Liste Schleswig-Holstein
01.07.2022

Laut der neuen Roten Liste der Brutvögel Schleswig-Holsteins ist jede dritte Brutvogelart bedroht. Es gibt aber auch Positives zu vermelden.

Mit Birkhuhn, Ohrentaucher, Steinwälzer und Brachpieper gehören vier Arten seit zehn Jahren nicht mehr zu den aktuellen Brutvogelarten in Schleswig-Holstein und mussten in die Gefährdungskategorie „ausgestorben“ hochgestuft werden.

Die Zahl der vom Aussterben bedrohten Arten erhöhte sich um eine Art auf 23. Als stark gefährdet gelten nun 18 Arten, das sind 8 mehr als in der Vorgängerliste. Auch die Zahl der gefährdeten Arten stieg an. In diese Kategorie fallen nun 13 statt bislang 10 Arten.

Die größten negativen Sprünge verbuchen Beutelmeise, Sperlings- und Raufußkauz, die 2010 noch als ungefährdet galten und nun in die Kategorie Vom Aussterben bedroht überführt wurden. Eine ähnlich dramatische Entwicklung durchlief die Turteltaube, die in der Vorgängerliste noch auf der Vorwarnliste rangierte. Mit der neuen Liste ist keine der für das Küstenland so charakteristischen sechs brütenden Seeschwalbenarten mehr ungefährdet. Mit Lach-, Brand-, Zwerg- und Trauerseeschwalbe sind gleich vier von ihnen sogar vom Aussterben bedroht.

Auf der Positivseite kann der Fischadler verbucht werden, der seit 2014 wieder brütet. Auch der Stelzenläufer ist nun als regelmäßiger Brutvogel anerkannt. Leicht entspannt hat sich  die Situation für Seeregenpfeifer, Schwarzmilan und Drosselrohrsänger die nun „nur“ noch als stark gefährdet gelten. Wie andernorts fruchten auch in Schleswig-Holstein gezielte Artenhilfsprogramme. Sie verhalfen beispielsweise Steinkauz und Weißstorch zu Bestandserholungen.

Neben der anhaltend schlechten Situation der Agrarökosysteme auch im nördlichsten Bundesland wird besonders für die bodenbrütenden Küstenvogelarten eine Zunahme der Prädation durch Fuchs, Marderhund und Wanderratten als Ursache für den starken Bestandsrückgang ausgemacht. Auch die durch den Klimawandel bedingte Zunahme von Extremwetterlagen zur Brutzeit entwickelt sich zu einer relevanten Gefährdungsursache für Küstenvögel.

Die Liste finden Sie unter:
https://www.schleswig-holstein.de/DE/landesregierung/ministerien-behoerden/LLUR/Presse/Pressemeldungen/2022/0622/LLUR_220612_vogel.html

 
 
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