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Vögel - Magazin für Vogelbeobachtung
Nachrichten
MINOX Makroskop MS 8x25
05.06.2008

Wie in der aktuellen Ausgabe von VÖGEL auf Seite 84 beschrieben, finden Sie hier den ausführlichen Test mit den technischen Daten zum Makroskop MS 8x25.

Minox Makroskop MS 8x25
Von Stephan Gröhn

Das Wetzlarer Unternehmen Minox hat vergangenes Jahr ein neues optisches Gerät auf den Markt gebracht, das Minox Makroskop MS 8x25. Ein wasserdichtes und mit Stickstoff gefülltes Monokular, also eine Optik, die wie ein Spektiv nur mit einem Auge benutzt wird. Es lässt es sich mit seinem Stativanschluss ohne weiteres auch auf einem kleinen Tischstativ benutzen .Durch die nur achtfache Vergrößerung ist es allerdings problemlos freihändig verwendbar.

Bedienung und Gebrauch
Durch seine Kompaktheit lässt sich das Makroskop als Optik für jede Gelegenheit stets mitführen. Dank gelungenem Design, welches an eine Kamera erinnert, fällt man damit auch im Theater oder Museum keinesfalls unangenehm auf.
Im Vergleich zu einem Fernglas bietet das Makroskop dem Benutzer größere Freiheiten beim Halten. So lässt sich das Makroskop beim Durchschauen auch seitlich so drehen, dass sich seine kräftig armierte Oberseite gut in die Handfläche schmiegt.
Die Schärfe wird an einem objektivseitig angebrachten Rändelring eingestellt. Gut eine dreiviertel Umdrehung reicht dabei aus, um den Bereich vom äußersten Nahpunkt bis Unendlich abzudecken. Das wahlweise in silber-schwarz oder ganz schwarz lieferbare Makroskop hat ein sehr kleines Okular. Der Durchmesser der Drehaugenmuschel beträgt nur knapp drei Zentimeter. Das Benutzen ohne Brille ist dadurch etwas unbequem, dass die enge Augenmuschel kaum einen Auflagepunkt vor dem Augapfel findet. Diesen Nachteil weisen jedoch auch andere Monokularmodelle auf.
Mit dem mitgelieferten Beutel trägt das Makroskop trotz seiner kurzer Baulänge doch so stark auf, dass es nicht mehr bequem in eine Hemdtasche passt. Er verfügt jedoch über einen Karabinerhaken, mit dem sich das Gerät an eine Gürtelschlaufe hängen lässt. Da sich kein Schutzdeckel im Lieferumfang befindet, empfiehlt es sich, das Monokular beim Transport in Rucksack oder Tasche mit herausgedrehter Augenmuschel und fest zugezogenem Beutel zu verstauen.

Optik
Die rechnerisch zu erwartende Größe der Austrittspupille von 3,1 mm erreichte unser Testgerät nur bei Scharfeinstellung auf Unendlich. Die Austrittspupille ist jenes kleine helle Scheibchen, die man beim Blick aus einiger Entfernung auf das Okular deutlich erkennt, wenn man die Optik gegen helles Licht hält. Je dichter fokussiert wird, umso kleiner wird die Austrittspupille des Makroskops, bis sie bei etwa dreißig Zentimeter Nahbereich eine Größe von nur noch etwa 2 Millimetern aufweist. Diesen Verkleinerungseffekt der Austrittspupille zeigen auch andere Optiken mit extremem Nahbereich. Zusätzlich scheint das Lichtbündel dadurch beschnitten, dass ein Teil der Fokussiermechanik minimal in den Strahlengang ragt. Beim Betrachten der Austrittspupille zeigt sich jedenfalls, dass diese nicht kreisrund ist – und zwar umso deutlicher, je weiter in Richtung Unendlich fokussiert wird. Die Kleinheit der Austrittspupille trägt möglicherweise dazu bei, dass der Kontrast des Monokulars etwas hinter dem der hochwertigen Fernglasmodelle von Minox zurück bleibt.
Allerdings darf hier der recht günstige Preis des Makroskops nicht vergessen werden. Das Minox Makroskop zeigt ein scharfes Bild mit guter Punktabbildung. Trotz seiner geringen Größe eignet es sich deshalb und auch wegen seiner neutralen Farbwiedergabe für die Vogelbeobachtung.
Kommen wir zu einer besonderen Stärke dieses Instruments. Die extrem dicht einstellbare Schärfe fasziniert sofort - schon, wenn man damit die eigene zerklüftet wirkende Hautoberfläche in achtfacher Vergrößerung inspiziert. Von solchen Detailbeobachtungen ist es dann nicht einmal eine volle Umdrehung des Fokussierringes und man kann damit sogar Sterne beobachten. Ein interessantes Objekt am Himmel war im Spätherbst 2007 der Komet Holmes, den man mit dem Makroskop erstaunlich deutlich erkennen konnte. Das Makroskop ist sehr gut geeignet für die Benutzung mit Brille. Das gut in der Hand liegende Makroskop ist wegen seines herausragenden Nahbereichs von nur dreißig Zentimetern besonders als Zweit- oder Drittgerät auch für die Naturfreunde interessant, deren Interesse sich nicht auf Vögel allein beschränkt. Insektenkundler dürften hier ebenso auf ihre Kosten kommen, wie Pflanzen- und Pilzfreunde.
Sein leichtes Gewicht erlaubt das Mitführen zu allen Gelegenheiten. So entgehen einem auch im Alltag deutlich weniger Vögel. Das Minox Makroskop fasziniert dadurch, dass es tiefere Einblicke sowohl in den Makrokosmos und dank eines sehr guten Nahbereichs auch in den Mikrokosmos eröffnet. Einen so universellen Gebrauchswert bieten derzeit nur wenige Optiken auf dem Markt.


 
 
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